Krebsabstrich / Kolposkopie

Vorbeugung gegen Gebärmutterhals-Krebs und HPV-Infektion

Der Virus „Humane-Papilloma“ ist für Gebärmutterkrebs ebenso verantwortlich, wie für Krebs im Hals-Rachenbereich und im Anus.

Übertragen wird der Virus beim Geschlechtsverkehr, die HPV-Infektion wird deshalb als Geschlechtskrankheit eingestuft.

Die einzig wirksame Maßnahme gegen diesen heimtückischen Virus, von dem über 100 Mutationen bekannt sind, ist die Impfung, denn eine konkrete Antivirustherapie ist noch nicht bekannt.

Wie kann der HP-Virus übertragen werden?

Die Ansteckung kann auch über Haut oder Schleimhäute erfolgen, die eventuell nicht durch ein Kondom abgedeckt sind. Es muss also nicht unbedingt nur die geschlechtliche Vereinigung sein, bei der das Virus übertragen wird.

Selbst Neugeborene sind vor einer Ansteckung nicht sicher, da die Übertragung im Geburtskanal erfolgen kann.

Wer kann diese Impfung in Anspruch nehmen?

Da das HP-Virus nicht nur Gebärmutterhalskrebs verursacht, ist eine Impfung für Männer ebenso wichtig, wie für Frauen. Schon für Jugendliche – noch vor dem ersten Geschlechtsverkehr – ist diese Impfung zu empfehlen.

Bei uns, in der Schweiz, wird die HPV-Impfung vom Wohnortkanton für Männer und Frauen bis zum Alter von 26 Jahren übernommen.

Weitere Maßnahmen zur Vorbeugung gegen Gebärmutterhalskrebs

Mit der Impfung allein ist es nicht getan, es sollten noch weitere begleitende Maßnahmen gesetzt werden, damit Sie auf der sicheren Seite sind:

Jährliche Kontrolle - Vorsorgeuntersuchung

Während der Vorsorgeuntersuchung wird aus dem Bereich des Gebärmutterhalses ein Abstrich entnommen und ins Labor geschickt. Dort wird in verschiedenen Formen auf Krebsvorstufen untersucht (PAP-Test) und / oder auch ein HPV-Test durchgeführt.

Beide Testarten weisen aus, ob hochriskante HPV-Typen festzustellen sind, oder eine Infektion bereits vorliegt. Damit kann das Risiko einer Krebserkrankung in einem ersten Schritt eingeschätzt werden. Wird ein negatives Ergebnis ausgewiesen, ist die Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs in den nächsten Jahren eher unwahrscheinlich.

Was passiert, wenn der Befund positiv ist?

Bei einem anderen Ergebnis müssen weitere Untersuchungen vorgenommen werden, denn es bedeutet erhöhtes Risiko für Gebärmutterhalskrebs. Auf alle Fälle muss mit dem Frauenarzt, der Frauenärztin, die weitere Vorgangsweise besprochen werden.

Wenn die Krebsvorstufe bereits im fortgeschrittenen Stadium ist, wird meist Gewebe entfernt (Chirurgisch, mittels Laser, Konisation), damit sich der Krebs nicht weiterentwickeln kann.

Wenn eine Krebserkrankung im frühen Stadium erkannt wird, dann sind die Heilungschancen sehr groß. Daher sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen enorm wichtig, selbst dann, wenn gegen HPV geimpft wurde, weil die Impfung nicht vor allen Virenstämmen schützt.

Bei Verdacht auf HPV-Ansteckung: Kolkoskopie, schmerzlos und sicher

Falls bereits eine Diagnose oder auch nur ein Verdacht besteht, dann können mit einer schmerzlosen Spezialuntersuchung frühzeitig Veränderungen festgestellt werden.

Wenn bereits eine HPV-Erkrankung diagnostiziert ist, dann kann nur mehr lokal behandelt werden. Derzeit gibt es noch keine wirksamen Medikamente. Wurde eine Krebsvorstufe befundet, dann ist der Weg zum Frauenarzt und Chirurgen wahrscheinlich nicht zu vermeiden und sollte sofort gegangen werden.

Genitalwarzen (Feigwarzen), als Folge einer HPV-Infektion können physikalisch mittels Laser oder Flüssigstickstoff, oder chirurgisch entfernt werden. Es gibt auch Cremes, die lokal anwendbar sind. Jede Art von Therapie muss dennoch häufig wiederholt werden, denn die Symptome (Genitalwarzen) treten immer wieder auf.

Hier nochmals der Hinweis auf die Wichtigkeit der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen. Je früher man die Erkrankung entdeckt, desto besser die Heilungschancen.

Wenn der Abstrich positiv ist: DeflaGyn® verhindert Ausbreitung

DeflaGyn® ist ein Gel, das in die Vagina eingebracht wird. Seine Bestandteile sind Siliziumoxid und Deflamin®, eine patentierte Kombination aus Natriumselenit und Zitronensäure. Das Siliziumoxid absorbiert die Krankheitserreger von der Zervixoberfläche und verhindert so deren Ausbreitung.

Wann wird DeflaGyn® angewandt und was wird bewirkt?

Wenn bei Frauen ein auffälliger PAP-Abstrich festgestellt wurde, dann kann DeflaGyn® eingesetzt werden. Es unterstützt die natürliche Tendenz zur Abheilung und entlastet die Schleimhäute. DeflaGyn® ist gut verträglich und einfach zu verwenden. Therapeutisch wird es über 3 Zyklen zu je 28 Tagen angewandt.

 

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